Endlich wieder Südostasien

Die schwüle Hitze umhüllt mich. Der Gestank von Müll und Abgasen mischt sich mit dem süßlichen Geruch der Räucherstäbchen. Mit geschlossenen Augen breite ich meine Arme aus und lasse mich rücklings in das Chaos fallen. 

Irgendwie ist es wie nach Hause kommen. Asien hat mich wieder. Ich habe Asien wieder. Die leicht latente Überforderung mit allem, erzeugt wieder ungeahnte Lust doch auch ungeahnte Zweifel am Reisen. Oh Bali! Was machst du mit mir? 

Die Zweifel kommen durch die Ungerechtigkeit und Ungleichheit. Ich habe ein schlechtes Gewissen und schäme mich dafür Geld zu haben. Ich habe weitaus mehr Geld auf meinem Konto, als die Menschen hier in einem Jahr verdienen. Es fühlt sich so falsch an.

Die ersten Tage habe ich nun behütet in einem Surfcamp in Canggu verbracht. Sofort stecke ich in dem Sog der familiären Hostelbubble fest. Bevor ich es besser weiß, verlängere ich meinen Aufenthalt. Das Leben hier ist so leicht und so einfach. Essen und surfen bestimmen den Alltag, hier und da gespickt mit einer Party. Mir geht es so gut wie schon lange nicht mehr. Ich könnte platzen vor Glück. 

Eine Erkältung holt mich zurück in die Realität. Mit Fieber verbringe ich zwei Tage im Bett. 

Nun ist die Zeit gekommen, um weiter zu ziehen. Ich bin bereits eine Woche auf Bali und doch habe ich kaum etwas gesehen. Nach der Woche im Surfcamp, sehnt sich meine Seele nach Ruhe und vor allem weniger Menschen. Morgen geht mein Bus nach Yogyakarta auf Java, die Insel westlich von Bali. Dort werde ich die Zeit nutzen, um zur Ruhe zu kommen, bevor dann bald meine Vipassana Meditation startet. 

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